Montag, Januar 22, 2007

Wie man einen Finger dicker bekommt.

Hannover oh du großes Hannover. Ja, Hannover ist groß und nochgrößer wenn man alleine rum fahren muss. Spass hat es ja gemacht, war nur ein wenig einsam.
Es war ein seltsames Gefühl an einem Samstag das Dienstfahrzeug zu holen und zu wissen, dass man am nächsten Tag alleine nach Hannover eiern muss. Der Sonntag war dann dem entsprechen …. Abends dann ab in die Karre und rauf auf die Bahn. Mit Radio war die Fahrzeit nicht ganz so stumpf. Kurz vor Hannover dann das böse Erwachen. Ausfahrt verpasst. NEIN…. Was mach ich denn nu? Ok also eine Ausfahrt weiter.
Normalerweise dauert die fahrt von Oldenburg nach Hannover so um die 2 Stunden. Durch meine fehlenden Ortskenntnisse und die normale nächtliche Dunkelheit, hat die ganze Tour knappe 4 Stunden gedauert. Da ich auch noch in einem anderen Hotel untergebracht war, musste ich durch alle Teile von Hannover fahren, die ich nicht kannte. Naja, bin ja dann doch noch angekommen. Stell mein PKW vorschriftsmäßig am Fahrbahnrand ab, schnapp mir meine Klamotten und ab zum Hotel. Ein leuchtendes Klingelschild wollte von mir gedrückt werden, da die Tür abgeschlossen war. Nach einem beherzten zurücken kamen leicht genervte Laute aus der Türsprechanlage. Ich trug mein anliegen vor und mir wurde versichert das in kürze jemand mir die Tür aufschließen würde. Naja, „in kürze“ ist mal wieder ein Begriff, der im Auge des Betrachters liegt. Nach geschlagenen 10 Minuten wurde mir dann endlich die Tür aufgemacht und mir ein Schlüsse mit den Worten übereicht: „ Zimmer, 2 Stock recht am Ende“. Hm, ich hätte wenigstens ein „guten Abend“ oder der gleichen erwartet, aber egal.
Ich folgte der Anweisung der Hoteldame und gelang nach ein paar Schritten auch an meinen Bestimmungsort, schloss die Tür auf und war erstmal platt. Ok, das Zimmer war groß, keine Frage, aber die Einrichtung war nicht gerade liebevoll platziert. Die Möbel sahen aus, als stammen sie noch aus der Nachkriegszeit, der Teppich in einem dunklem Braun, ein sehr kleiner Fernseher ohne Fernbedienung und ein Badezimmer, in dem man sich wirklich nicht wohl fühlen konnte. Am liebsten wäre ich umgedreht und wieder nach Hause gefahren.
Naja, nichts desto trotz richtete ich muss einwenig häuslich ein und schmiss mein Laptop an um etwas Musik zu hören. Das Problem, die Musik dränge mich noch mehr nach Hause. Also alles aus und ins Bett.
Am nächsten Morgen bin ich dann wie gewohnt um 6:00 aufgestanden um mich fertig zu machen und zu Frühstück zu gehen.
Fix und Fertig stand ich dann um 6:30 Unten, nur es war keiner da. Alles war dunkel. Das Gefühl vom Vorabend kam wieder für ein paar Sekunden hoch. Dann fing ich mich wieder und dachte mir einfach nur, bah, wenn die nicht wollen mir auch egal, ich fahr jetzt.
Der Weg durch die Dunkelheit war nicht gerade angenehm, vor allem da ich den Weg nicht wirklich kannte.
Nach gut einer Stunde bin ich dann endlich an der OVst angekommen. Dort habe ich mir dann meine Aufgaben abgeholt und den Tag über diese Abgearbeitet.
Abends wieder im Hotel angekommen waren auch noch ein paar andere Kollegen da, mit denen ich mich dann unterhalten konnte. Das hat mich die Woche über eigentlich vorm abdrehen gerettet.
Dann saß ich wieder in meinem Zimmer und habe etwas ferngesehen.
Plötzlich fiel mir ein Schatten auf dem Boden vor mir auf. Ich sah hin und eine mindestens 5cm lange weiß ekelige Raube oder Made kroch über dem Boden. Boah war das ekelig. Naja, das Ding musste weg. Also was blieb mir anderes übrig als mein Taschenmesser raus zu holen, die Pinzette und schwups das Ding aus dem Fenster zu schmeißen.
Danach war der Abend gelaufen.
Die nächsten Tage waren nicht mehr ganz so schrecklich und Frühstück gab es dann auch.
Die Woche drauf bin ich dann mit einem anderen Kollegen mitgefahren und war wieder im Standarthotel. Man war das eine Erleichterung und richtig angenehm.
Dann wieder eine Woche Schule.
Tja und jetzt sitze ich hier an einem Mittwoche Mittag und fange an einen Blog zu schreiben.
Bis jetzt war diese Woche eigentlich sehr angenehm. Am Montag war unser Chef da und hat essen ausgegeben. Ein sehr netter Zug von ihm, wie ich finde.
Am Dienstag, also gestern, haben wir nach der Arbeit noch etwas das ausscheiden eines Kollegen (mit dem ich immer mitfahre) begossen, der ab Morgen in den Innendienst wechselt. Daher muss ich auch ab Morgen, also nur einen Tag *freu* mit einem anderen Kollegen mitfahren. Den neuen Kollegen kann ich nicht ganz so leiden. Er wälzt alle Aufgaben einfach an mich ab und tut selber nicht wirklich was. Das nervt ein wenig, aber sonst, egal was soll´s. Ist ja nur noch ein Tag.

Blog 2
Na Klasse. Gestern war ein toller Tag. Mein Kollege fährt nach Hause und ich muss mich mit einem faulem …… abgeben. Aber das war ja nicht das schlimmste.
Schön angefangen ein Endverschluss zu machen. Fragt nicht was das is. Ich saß schön vorm Multifunktionsgehäuse, entfette meine 200 Adern, leg die alle schön an, mach den EVS soweit fertig und dann passierte es. Beim aufräumen klappte mir der Sitzhocker auseinander und da ich nicht alles wieder hinstellen wollte schlug ich ihn mit einem Schwung wieder zusammen. Das war ein Fehler. Die massive Sitzstange prallte mir mit wucht auf meinen rechten Ringfinger. Vor schmerzen ließ ich alles fallen. Satan Dübel tat das weh. Nach kurzer Schmerzpause hab ich mir wieder alle Sachen geschnappt und weggeräumt. Ein kleiner Blick auf meinem Finger verriet, dass für mich das Arbeiten heute so gut wie erledigt war. Die Farbe meiner Fingerkuppe änderte sich im 10 Sekunden Takt. Erst Rot, dann Blau, auf Blau-Violett und zum Schluss ein herzhaftes Blau-Grün-Lila. Echt ein tolles Gefühl. Die kleinste Berührung löste eine Flut von Reizen, auch genannt Schmerz, aus.
Der Versuch noch einen EVS zu machen, scheiterte nicht unweit vorn seinem Anfang entfernt. Habe gerade noch einigermaßen das Putzen der Andern auf die Reihe bekommen. Selbst dies war eine Tortur, da ich ständig mit meinem Finger in Berührung kam.
Am Abend im Hotel schaute ich mir noch mal mein Missgeschick an und stellte fest, wie schön ein dunkles Blau auf einem Finger wirken kann. Nicht sehr hübsch. Es sah aus als hätte ich mein Finger in Tinte getaucht.
Naja, mein Abendbrot, die provisorische 5Minuten Terrine, hatte mich auch nicht wirklich gesättigt, also musste noch eine Zweite her.
Der Fernseher spuckte auch nicht wirklich was Vernünftiges aus. Naja aber dafür, das nicht wirklich was lief, war ich dennoch bis 24:00 wach, womit das Aufstehen heute Morgen auch nicht wirklich eine Freude war.
Frühstück, Sachen packen und ab geht die „Post“. Mal sehen was der Tag heute noch so mit sich bringt….